Hinweis: Diese Definitionen sind verkürzt und geben lediglich eine Orientierungshilfe. Sie haben keinen Anspruch auf eine Allgemeingültigkeit und können sich auch immer wieder verändern. Wenn du einen Änderungsvorschlag hast, schreibe gerne an secretariat@gendercc.net
trans*Der Begriff Trans*/trans* schließt alle Menschen ein, die eine andere Genderidentität besitzen und ausleben oder darstellen als jenes Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Das Sternchen ist ein Versuch, sämtliche Identitätsformen und Lebensweisen von Trans*/trans* zu berücksichtigen. | ||
Transformative GerechtigkeitTransformative [Gerechtigkeit] [ist] ein befreiender Ansatz gegenüber Gewalt […], der darauf abzielt, Sicherheit und Verantwortlichkeit zu gewährleisten, ohne dabei auf Entfremdung, Bestrafung und staatlicher oder systemischer Gewalt, die auch Inhaftierungen und Überwachung beinhalten, zu beruhen. | ||
UbuntuDer Begriff Ubuntu stammt aus der Sprache der Lulu und der Xhosa. Er wird übersetzt in „Menschlichkeit“ oder „Nächstenliebe“. Es ist der Name einer südafrikanischen Philosophie. (…) Aus Sicht der Ubuntu-Theorie handelt man moralisch richtig, wenn man das Allgemeinwohl als Einzelne*r im Auge hat. Es hat keinen Sinn die Allgemeinheit zu berauben, da man sich dann selbst beraubt. Damit begreift Ubuntu den Einzelnen eingebettet in die Gesellschaft. Es gibt keine Isolation oder Konkurrenz, sondern Kooperation. Das steht im klaren Gegensatz zu der westlichen, kapitalistischen Lebensart. | |
Umweltrassismus | |
weiß/ SchwarzSchwarz und weiß sind nicht als biologische Eigenschaften zu verstehen, sondern bezeichnen politische und soziale Konstruktionen. Schwarz und weiß sind also keine Hautfarben von Menschen, sondern beschreiben ihre Position als diskriminierte oder privilegierte Menschen in einer durch Rassismus geprägten Gesellschaft. Schwarz ist die emanzipatorische Selbstbezeichnung von Schwarzen Menschen. Um den Widerstandscharakter dieses Wortes zu betonen, wird das »S« großgeschrieben. Im Gegensatz zu Schwarz ist weiß keine Selbstbezeichnung (d.h. weiße Menschen haben nicht von sich aus begonnen sich aufgrund ihrer privilegierten Position als weiße zu bezeichnen), sondern beschreibt eine dominante Position, die meist nicht benannt wird. Weißsein bedeutet, Privilegien und Macht zu besitzen, wie zum Beispiel, sich nicht mit Rassismus auseinandersetzen zu müssen. In Deutschland/Österreich gelten weiße Menschen als »normal« und meist unhinterfragt als »deutsch«/«österreichisch«, können sich deshalb beispielsweise frei bewegen, ohne sich ständig ausweisen zu müssen und haben leichtere Zugänge zum Arbeits- und Wohnungsmarkt. Natürlich gibt es andere Diskriminierungsformen wie z.B. Klassenzugehörigkeit, die diese Zugänge auch bei weißen Menschen verhindern können. Um den Konstruktionscharakter zu verdeutlichen, wird weiß kursiv geschrieben. | ||