Hinweis: Diese Definitionen sind verkürzt und geben lediglich eine Orientierungshilfe. Sie haben keinen Anspruch auf eine Allgemeingültigkeit und können sich auch immer wieder verändern. Wenn du einen Änderungsvorschlag hast, schreibe gerne an secretariat@gendercc.net
BeziehungsanarchieDie Praxis, selbstbestimmt Beziehungen aller Art individuell zu verhandeln, statt von feststehenden Normen und Regeln dominiert zu führen. | |
BIPoCAbkürzung für Black, Indigenous and People of Colo(u)r – Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismuserfahrungen machen. | |
bisexuellRomantische Anziehung und/oder sexuelles Begehren für Personen des eigenen und eines anderen Genders. Es muss sich dabei nicht zwangsläufig um Geschlechter innerhalb einer binären Geschlechterordnung handeln. Manche Personen, die sich als bisexuell bezeichnen, fühlen sich auch zu Menschen außerhalb des Zweigeschlechtersystems oder zu mehr als einem Gender hingezogen. Dieses Begehren muss dabei nicht zwischen den Geschlechtern gleichmäßig aufgeteilt sein und kann sich auch immer wieder verändern. | ||
BodyismusDer Begriff Bodyismus (auch Lookismus) bezeichnet Diskriminierung und Dominanz, die aufgrund körperlicher Schönheits- und Gesundheitsnormen stattfinden. „Gutes Aussehen“ und ein „gesunder“ Körper sind in unserer Gesellschaft enorm wichtig, um erfolgreich zu sein und ernst genommen zu werden. Vorstellungen davon, was schön und gesund ist, sind kulturell gewachsen, sehr variabel (bspw. galten vor einigen Jahrzehnten mehrgewichtige Frauen als attraktiver und blasse Haut als wichtiger für den sozialen Status als es heute der Fall ist) und individuell unterschiedlich. Dennoch werden (häufig sexistische) Normen und Ideale bezüglich des Körpers bspw. durch Bilder aus der Werbung geprägt und festgelegt. Menschen, die aus diesen Normen fallen, werden dafür oft psychisch oder physisch angegriffen und strukturell – also auf interaktionaler, institutioneller und gesellschaftlich-kultureller Ebene – diskriminiert. Dahinter stecken häufig Vorstellungen von Leistung und Selbstoptimierung im Sinne einer ökonomischen Nutzbarmachung und Produktivität von Menschen, die sich bspw. auch bei Ableismus und Altendiskriminierung finden. In der Geschichte des Rassismus wurden Schönheitsideale immer wieder eingesetzt, um „Rassen“ zu hierarchisieren. Auch heute wird vielfach Schönheit implizit immer noch mit Weißsein gleichgesetzt. Diese Erbschaft des Rassismus wirkt insbesondere noch in ehemals kolonisierten Gesellschaften nach und wird durch die kulturelle Hegemonie der westlichen Welt aufrechterhalten. | ||