Hinweis: Diese Definitionen sind verkürzt und geben lediglich eine Orientierungshilfe. Sie haben keinen Anspruch auf eine Allgemeingültigkeit und können sich auch immer wieder verändern. Wenn du einen Änderungsvorschlag hast, schreibe gerne an secretariat@gendercc.net
Racial profilingWenn BIPoC, besonders Schwarze, indigene, arabische und nicht weiße Menschen und verschleierte Muslim*innen, auf Grund von Rassismus und rassistischen Stereotypen ohne jegliche Berechtigung polizeilich und anderweitig kontrolliert, festgenommen, verurteilt, etc. werden. | |
RassismusSystematische, sozioökonomische, soziale, institutionelle, etc. Diskriminierung, Ausgrenzung, Kolonialisierung und Unterdrückung von BIPoC in Verbindung mit Macht. Deswegen können weiße Menschen keinen Rassismus erleben. […] Es obliegt den Betroffen selbst Rassismus zu definieren. Bedenkt bitte; Rassismus kommt nicht nur in der Form von offensichtlichem Hass oder dem Überlegenheitsgefühl gegenüber nicht-weißen Menschen vor. Es ist viel tiefgehender und beinhaltet Dinge wie z.B.: diskriminierende Witze über BIPoC, kulturelle Aneignung und co. | ||
Reclaim SpaceAuf Deutsch bedeutet Reclaim Space „Raum zurückfordern“ und kann in einer Vielzahl von Kontexten verwendet werden, aber im Allgemeinen bezieht es sich darauf, einen Platz oder eine Position zurückzuerobern, die zuvor eingeschränkt, unterrepräsentiert oder missachtet wurde. Dieser Ausdruck wird häufig in Diskussionen über soziale, politische oder kulturelle Themen verwendet, um darauf hinzuweisen, wie Gruppen oder Individuen versuchen, ihre Präsenz, Identität oder Rechte in einem bestimmten Bereich zu stärken oder zurückzugewinnen, der möglicherweise von Vorurteilen, Diskriminierung oder Unterdrückung betroffen ist. "Reclaim space" kann auch als Zeichen für den Wunsch dienen, sich auszudrücken oder in Bereichen zu existieren, die traditionell nicht für bestimmte Gruppen vorgesehen waren. | |
Rom*njaSinti*zze und Rom*nja stellen mit 8 – 12 Millionen Menschen die größte ethnische Minderheit Europas dar – und gleichzeitig die, die am meisten diskriminiert wird. Zunächst einige Fakten: Sinti*zze und Rom*nja sind voneinander zu unterscheiden. Rom*nja ist der (gegenderte) Überbegriff aller Romani-Untergruppen, die sich als Teil der Rom*nja bezeichnen. Sinti*zze hingegen sind eine eigene ethnische Minderheit, die vorwiegend in West- und Mitteleuropa lebt. Die gemeinsame Sprache beider Gruppen, das Romanes, hat zahlreiche unterschiedliche Dialekte. Es wird vor allem mündlich weitergegeben. Zudem sprechen viele Sinti*zze wie auch Rom*nja natürlich die Sprache ihres jeweiligen Heimatlandes. Seit dem 14. Jahrhundert sind Sinti*zzeund Rom*nja in Europa beheimatet. In Deutschland sind sie neben den Dän*innen, Sorb*innen und Fries*innen als nationale Minderheit anerkannt. Die Selbstbezeichnung der Sinti*zze und Rom*nja funktioniert folgendermaßen: Ein männliches Miglied der Sinti*zze wird als „Sinto” bezeichnet, ein weibliches als „Sintez(z)a” oder „Sintiz(z)a”. Ein männliches Mitglied der Rom*nja nennt sich „Rom”, eine weibliche Person wird „Romni” genannt. Nach diesem Schema setzt sich auch die gegenderte Bezeichnung „Sinti*zze und Rom*nja” zusammen. | |