Hinweis: Diese Definitionen sind verkürzt und geben lediglich eine Orientierungshilfe. Sie haben keinen Anspruch auf eine Allgemeingültigkeit und können sich auch immer wieder verändern. Wenn du einen Änderungsvorschlag hast, schreibe gerne an secretariat@gendercc.net
SexismusDiskriminierung und Unterdrückung von Menschen die Vulvas/Vaginas haben und/oder als Frauen wahrgenommen werden, von FLINTA* und von Femininität. 1. Diese "Unterdrückung" geht von (meist cis) Männern aus. 2. Die meisten Arten von Diskriminierung, die Männer erleben, beziehen sich auf Hass gegenüber Weiblichkeit und/oder Femininität, die als weibliche Eigenschaft anerkannt wird. Zum Beispiel haben Männer weniger Chancen, das Sorgerecht zu bekommen. Weil gesellschaftlich gesehen bei der Geburt als weiblich zugeordneten Menschen immer noch die Rolle als Brutstätte und Versorgungsstätte für Kinder angenommen wird und bei der Geburt als männlich zugeordneten Menschen die Rolle als Arbeiter haben. Cis-Männer erleben keinen Sexismus, sondern nur den Beigeschmack von Sexismus gegen FLINTA* und Femininität. | ||
Sinti*zzeSinti*zze und Rom*nja stellen mit 8 – 12 Millionen Menschen die größte ethnische Minderheit Europas dar – und gleichzeitig die, die am meisten diskriminiert wird. Zunächst einige Fakten: Sinti*zze und Rom*nja sind voneinander zu unterscheiden. Rom*nja ist der (gegenderte) Überbegriff aller Romani-Untergruppen, die sich als Teil der Rom*nja bezeichnen. Sinti*zze hingegen sind eine eigene ethnische Minderheit, die vorwiegend in West- und Mitteleuropa lebt. Die gemeinsame Sprache beider Gruppen, das Romanes, hat zahlreiche unterschiedliche Dialekte. Es wird vor allem mündlich weitergegeben. Zudem sprechen viele Sinti*zze wie auch Rom*nja natürlich die Sprache ihres jeweiligen Heimatlandes. Seit dem 14. Jahrhundert sind Sinti*zze und Rom*nja in Europa beheimatet. In Deutschland sind sie neben den Dän*innen, Sorb*innen und Fries*innen als nationale Minderheit anerkannt. Die Selbstbezeichnung der Sinti*zze und Rom*nja funktioniert folgendermaßen: Ein männliches Miglied der Sinti*zze wird als „Sinto” bezeichnet, ein weibliches als „Sintez(z)a” oder „Sintiz(z)a”. Ein männliches Mitglied der Rom*nja nennt sich „Rom”, eine weibliche Person wird „Romni” genannt. Nach diesem Schema setzt sich auch die gegenderte Bezeichnung „Sinti*zze und Rom*nja” zusammen. | |
SOGIESCAbkürzung aus dem Englischen für Sexual Orientation, Gender Identity and Expression, and Sex Characteristics. Auf Deutsch bedeutet SOGIESC: sexuelle Orientierung, die Geschlechtsidentität und der Geschlechtsausdruck sowie die Geschlechtsmerkmale. | |
SorgearbeitSorgearbeit oder Care-Arbeit beschreibt die Tätigkeiten des Sorgens und Sichkümmerns. Darunter fällt Kinderbetreuung oder Altenpflege, aber auch familiäre Unterstützung, häusliche Pflege oder Hilfe unter Freunden. Bislang wurden diese Arbeiten überwiegend von Frauen geleistet, oft als unbezahlte Hausarbeit gesellschaftlich als notwendig und selbstverständlich angesehen. | ||
Sumak Kawsay/ Suma qamañaSumak kawsay, ein Begriff aus der ecuadorianischen Quichua-Sprache, oder suma qamaña aus dem bolivianischen Aymara ist ein Konzept “des guten Lebens” und ist im Spanischen auch unter Buen Vivir bekannt. | ||